Im März 2024 öffnete Kasia aus Krakau eine E-Mail von der ETH Zurich. Sie las sie dreimal, weil sie es nicht glauben konnte: „We are pleased to inform you that you have been awarded the Excellence Scholarship & Opportunity Programme.“ Volle Deckung der Studiengebühren plus 12.000 CHF jährlich für die Lebenshaltungskosten. Fünf Monate zuvor hatte sie um drei Uhr nachts Formulare ausgefüllt, überzeugt davon, keine Chance zu haben. Heute studiert sie Ingenieurwissenschaften an einer Universität, die in einigen Bereichen das MIT in den Rankings übertrifft – und zahlt dafür keinen einzigen Franken.
Kasia ist keine Ausnahme. Jedes Jahr erhalten Hunderte von Studierenden aus der EU Stipendien an europäischen Universitäten, aber Tausende versuchen es erst gar nicht, weil sie nicht wissen, dass diese Stipendien existieren, oder davon ausgehen, dass „so etwas nichts für mich ist“. Die Wahrheit ist: Europa bietet eines der umfassendsten Systeme zur finanziellen Unterstützung von Studierenden weltweit, und als EU-Bürger hast du Zugang dazu, den praktisch niemand außerhalb des Kontinents hat.
In diesem Leitfaden gehen wir alles durch: von Erasmus+-Programmen und staatlichen Stipendien wie Chevening oder DAAD, über universitäre Stipendien in jedem Land, bis hin zu einer Bewerbungsstrategie, die deine Chancen realistisch erhöht. Wenn du dich auch für Stipendien auf der anderen Seite des Atlantiks interessierst, lies unseren Leitfaden zu Stipendien für ein Studium in den USA. Und wenn du zuerst verstehen möchtest, wo es sich in Europa zu studieren lohnt – schau dir unsere Leitfäden zu den Niederlanden, Deutschland, Italien, Spanien und der Schweiz an.
Stipendien für ein Studium in Europa – Eckdaten 2025/2026
Quellen: Europäische Kommission (Erasmus+ Programme Guide 2025), DAAD Jahresbericht 2024, Chevening.org, Nuffic 2025
Arten von Stipendien in Europa – Was du von Anfang an wissen solltest
Bevor du dich mit konkreten Programmen beschäftigst, musst du verstehen, wie das europäische System der Bildungsfinanzierung funktioniert – denn es unterscheidet sich grundlegend vom amerikanischen. In den USA ist die Universität gleichzeitig die Hauptquelle für Stipendien. In Europa können die Gelder aus mehreren völlig unabhängigen Quellen stammen, und ein cleverer Student kombiniert diese miteinander.
Leistungsbasierte Stipendien (merit-based)
Diese werden für herausragende akademische Leistungen, wissenschaftliche Erfolge oder Forschungspotenzial vergeben. In Europa werden sie hauptsächlich von Universitäten (z.B. ETH Zurich Excellence Scholarship, Bocconi Merit Award) und Regierungen (DAAD, Eiffel) angeboten. Schlüsselkriterien: Notendurchschnitt, Abiturnoten (Abschlusszeugnis der Sekundarstufe II), Motivationsschreiben, Empfehlungsschreiben. Für Master- und Doktoratsstudien zusätzlich wissenschaftliche Veröffentlichungen und ein Forschungsvorschlag.
Sozialbasierte Stipendien (need-based)
Diese werden auf der Grundlage der finanziellen Situation der Familie vergeben. In vielen europäischen Ländern (Italien, Frankreich, skandinavische Länder) sind die Sozialsysteme wesentlich umfassender als in den USA. Die italienischen regionalen DSU-Stipendien decken Studiengebühren, Unterkunft und Verpflegung für Studierende aus einkommensschwachen Familien ab – und gelten auch für Studierende aus der EU. In Frankreich funktioniert das CROUS-System ähnlich.
Staatliche Stipendien
Jedes bedeutende europäische Land betreibt mindestens ein staatliches Programm für internationale Studierende. DAAD (Deutschland), Chevening (UK), Eiffel (Frankreich), Swiss Government Excellence (Schweiz) sind Programme mit höchstem Ansehen, und der Erhalt eines solchen Stipendiums öffnet Türen in der Karriere. Sie sind sehr wettbewerbsintensiv, aber die Beträge sind hoch und das Prestige enorm.
Universitäre Stipendien
Viele europäische Universitäten verfügen über eigene Stipendienfonds, insbesondere solche, die englischsprachige Programme anbieten und aktiv internationale Studierende rekrutieren. Beispiele: Holland Scholarship (ein nationales Programm, das aber von Universitäten vergeben wird), Bocconi International Awards, IE University Scholarships, KU Leuven Science@Leuven oder Edinburgh Global Scholarship.
EU-Programme (Erasmus+ und verwandte Programme)
Die Europäische Union finanziert Stipendien über Rahmenprogramme. Das wichtigste ist Erasmus+, das nicht nur Semesteraustausche, sondern auch vollständige Masterstudiengänge (Erasmus Mundus Joint Masters) mit einem Budget umfasst, das Studiengebühren, Lebenshaltungskosten und Reisekosten abdeckt. Als EU-Bürger hast du zu vielen dieser Programme einen privilegierten Zugang.
Erasmus+ und EU-Programme – Geld, von dem du nichts weißt
Erasmus+ ist nicht nur ein Semesteraustausch, bei dem du Sangria in Barcelona trinkst (obwohl das auch dazugehört). Im Haushaltszeitraum 2021–2027 verfügt das Programm über 26 Milliarden EUR, das ist mehr als doppelt so viel wie im vorherigen Zeitraum. Für Studierende aus der EU gibt es zwei Schlüsselmechanismen:
Erasmus+ Mobilität (Semesteraustausch)
Das klassische Austauschprogramm: Du studierst ein Semester oder ein Jahr an einer Partneruniversität. Das Stipendium deckt die Differenz der Lebenshaltungskosten zwischen deinem Heimatland (EU) und dem Zielland ab. Monatliche Sätze für Studierende aus der EU im akademischen Jahr 2025/2026:
- Gruppe 1 (Dänemark, Finnland, Island, Irland, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden): 674 EUR/Monat
- Gruppe 2 (Österreich, Belgien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Spanien, Niederlande, Malta, Deutschland, Portugal, Italien): 674 EUR/Monat
- Gruppe 3 (Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Estland, Litauen, Lettland, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Ungarn): 606 EUR/Monat
Reisekostenzuschuss: 275–1.500 EUR (je nach Entfernung). Studierende mit Behinderungen und aus einkommensschwachen Familien können zusätzlich 250 EUR/Monat erhalten. Die Studiengebühren an der Gasthochschule betragen 0 EUR – du zahlst ausschließlich an deiner Heimathochschule.
Erasmus Mundus Joint Masters (EMJM)
Dies ist das Kronjuwel von Erasmus+ und eines der am besten finanzierten Masterprogramme der Welt. EMJM sind zweijährige Masterstudiengänge, die gemeinsam von einem Konsortium aus 2–4 europäischen Universitäten (manchmal mit Partnern außerhalb der EU) durchgeführt werden. Du studierst in mindestens zwei Ländern und erhältst am Ende einen gemeinsamen oder doppelten Abschluss.
Das EMJM-Stipendium umfasst:
- Beteiligung an den Programmkosten (Studiengebühren): bis zu 9.000 EUR/Jahr
- Lebenshaltungskosten: 1.400 EUR/Monat
- Reise- und Installationskosten: 1.000–4.000 EUR/Jahr (je nach Entfernung)
- Gesamtwert: ca. 40.000–50.000 EUR für 2 Jahre
Im Angebot 2025/2026 gibt es über 200 aktive EMJM-Programme – von Wasserbau (Hydroinformatics) über Europastudien (Euroculture) bis hin zu Public Health Management. Die vollständige Liste findest du auf der EACEA-Website. Der Bewerbungsprozess erfolgt über das Konsortium (nicht über ein zentrales System), jedes Programm hat eigene Fristen, in der Regel von Dezember bis Februar für Studienbeginn im Herbst.
Erasmus+ Mobilität vs. Erasmus Mundus Joint Masters
Zwei Programme, völlig unterschiedliche Möglichkeiten
| Aspekt | Erasmus+ Mobilität | Erasmus Mundus (EMJM) |
|---|---|---|
| Studienniveau | Bachelor, Master, Promotion | Ausschließlich Master (2-jährig) |
| Dauer | 1 Semester bis 12 Monate | Vollständiges 2-jähriges Masterstudium |
| Monatliches Stipendium | 606–674 EUR (aus deinem Heimatland) | 1.400 EUR + Deckung der Studiengebühren |
| Gesamtwert | ca. 3.000–8.000 EUR | ca. 40.000–50.000 EUR |
| Studiengebühren | 0 EUR (Zahlung an der Heimathochschule) | Durch Stipendium abgedeckt (bis zu 9.000 EUR/Jahr) |
| Abschluss | Abschluss der Heimathochschule | Gemeinsamer/Doppelter Abschluss des Konsortiums |
| Bewerbung | Über das International Office deiner Hochschule | Direkt beim Programm-Konsortium |
| Wettbewerb | Mäßig (abhängig von Hochschule und Fachrichtung) | Hoch, ca. 5–15% Annahmequote |
Quelle: Erasmus+ Programme Guide 2025, EACEA Erasmus Mundus Catalogue
Stipendien Land für Land – der große Überblick
Jedes europäische Land hat sein eigenes Ökosystem zur Bildungsfinanzierung. Im Folgenden findest du die wichtigsten Stipendienprogramme, sortiert von den großzügigsten bis zu den weniger offensichtlichen. In jedem Fall konzentriere ich mich auf das, was für Studierende aus der EU im Jahr 2026 realistisch verfügbar ist.
Vereinigtes Königreich. Chevening, Gates Cambridge, Rhodes
Nach dem Brexit sind die Studiengebühren für EU-Bürger im Vereinigten Königreich auf das Niveau internationaler Studierender gestiegen (£20.000–£45.000/Jahr, je nach Universität und Studiengang). Dies macht Stipendien absolut entscheidend. Glücklicherweise verfügt das Vereinigte Königreich über einige der renommiertesten Stipendienprogramme der Welt.
Chevening Scholarships – das Flaggschiffprogramm der britischen Regierung, finanziert vom Foreign, Commonwealth & Development Office. Es deckt die vollen Kosten eines einjährigen Masterstudiums an jeder britischen Universität ab: Studiengebühren, Lebenshaltungskosten (ca. £1.133–£1.516/Monat je nach Standort), Flug, Visa und einen Installationszuschuss. Gesamtwert: ca. £18.000–£25.000. Voraussetzungen: mindestens 2 Jahre Berufserfahrung, herausragende Leistungen, Führungspotenzial, Plan zur Rückkehr ins Heimatland nach dem Studium. Frist: in der Regel August–November (für Studienbeginn im Herbst des Folgejahres).
Gates Cambridge Scholarship, eines der elitärsten Stipendien der Welt, finanziert von der Bill & Melinda Gates Foundation. Volle Deckung der Kosten für Master-, Doktorats- oder MBA-Studien an der University of Cambridge: Studiengebühren, Lebenshaltungskosten (ca. £18.744/Jahr), Flug, akademische Entwicklung. Annahmequote: ca. 3–4% (jährlich ca. 80 Stipendien). Mehr über Cambridge in unserem Leitfaden.
Rhodes Scholarship – das älteste internationale Stipendium der Welt (seit 1903), für Master- oder Doktoratsstudien an der University of Oxford. Deckt Studiengebühren, Lebenshaltungskosten und einen persönlichen Zuschuss ab. Bewerbungen für EU-Kandidaten: über den europäischen Pool (Rhodes Global Scholarships). Mehr über Oxford in unserem Leitfaden zur Oxford University.
Universitätsstipendien im UK: Viele Universitäten haben eigene Programme, z.B. Edinburgh Global Scholarship (bis zu £10.000/Jahr), Imperial President’s Scholarships, UCL Global Masters Scholarship (bis zu £5.000). Überprüfe immer den Abschnitt „Fees & Funding“ auf der Website des jeweiligen Programms.
Niederlande – Holland Scholarship und universitäre Stipendien
Die Niederlande sind dank des riesigen Angebots an englischsprachigen Programmen eines der beliebtesten Ziele für Studierende aus der EU. Die Studiengebühren für Studierende außerhalb des EWR betragen 8.000–15.000 EUR/Jahr, aber als EU-Bürger zahlst du den europäischen Satz: ca. 2.314 EUR/Jahr (Jahr 2025/2026), was ein Studium in den Niederlanden äußerst erschwinglich macht.
Holland Scholarship – ein einmaliger Zuschuss von 5.000 EUR für Studierende außerhalb des EWR, die ein Bachelor- oder Masterstudium in den Niederlanden beginnen. Achtung: Als EU-Bürger qualifizierst du dich nicht, aber es ist gut zu wissen, falls du Freunde außerhalb der EU hast. Für EU-Bürger bieten niederländische Universitäten andere Stipendien an:
- University of Amsterdam Excellence Scholarships: Bis zu 25.000 EUR zur Deckung der Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. Für Studierende mit herausragenden akademischen Leistungen.
- Leiden University Excellence Scholarship: Deckung der vollen Studiengebühren oder 10.000/15.000 EUR. Für Masterstudierende.
- TU Delft Excellence Scholarships: Bis zu 30.000 EUR/Jahr, eines der großzügigsten Angebote in Kontinentaleuropa.
- University of Groningen Talent Grants: Bis zu 12.000 EUR für Lebenshaltungskosten.
Als EU-Bürger ist der entscheidende Vorteil in den Niederlanden die niedrigen gesetzlichen Studiengebühren. Hinzu kommt die Möglichkeit, bis zu 16 Stunden pro Woche (oder Vollzeit im Sommer) zu arbeiten – und ein Studium in den Niederlanden wird finanziell auch ohne Stipendium realisierbar. Mehr in unserem Leitfaden zum Studium in den Niederlanden.
Deutschland. DAAD und kostenlose Studiengebühren
Deutschland ist ein einzigartiger Fall in Europa: Studiengebühren an öffentlichen Universitäten betragen 0 EUR (mit Ausnahme von Baden-Württemberg, wo Studierende außerhalb der EU 1.500 EUR/Semester zahlen – aber EU-Bürger sind davon befreit). Du zahlst lediglich eine halbjährliche Verwaltungsgebühr: ca. 150–350 EUR, die in der Regel ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr beinhaltet.
Da die Studiengebühren kostenlos sind, konzentrieren sich Stipendien in Deutschland auf die Deckung der Lebenshaltungskosten (700–1.000 EUR/Monat).
DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst), die deutsche Zentrale für den akademischen Austausch, der weltweit größte Förderer akademischer Stipendien. Bietet über 100 verschiedene Programme an. Die wichtigsten für EU-Bürger:
- DAAD Study Scholarships for Graduates: 934 EUR/Monat + Versicherung + Flug + Deutschkurs. Für Masterstudien in Deutschland. Frist: in der Regel Oktober–November.
- DAAD Research Grants: 1.300 EUR/Monat für Doktoranden, 1.000 EUR/Monat für Masterstudierende. Für Forschungsprojekte an deutschen Universitäten.
- DAAD-Helmholtz Programme: Für Doktoranden in Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Volle Finanzierung.
Deutschlandstipendium – ein Bundesprogramm, bei dem Universitäten 300 EUR/Monat (Hälfte vom Bund, Hälfte von einem privaten Sponsor) für 12 Monate vergeben. Kriterien: akademische Leistungen, gesellschaftliches Engagement, überwundene Hindernisse. Bewerbung über die Universität, reiche den Antrag gleich nach Studienbeginn ein.
Politische Stiftungen (Stiftungen): Deutschland hat ein einzigartiges System politischer Stiftungen, die Studierende finanzieren: Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU), Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD), Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne), Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke), Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP), Hanns-Seidel-Stiftung (CSU). Jede bietet 934 EUR/Monat + 300 EUR für Bücher. Du musst kein Parteimitglied sein – du musst die Werte der Stiftung teilen und gesellschaftliches Engagement zeigen. Mehr über das Studium in Deutschland in unserem Leitfaden.
Italien, DSU-Stipendien und Bocconi Merit Awards
Italien hat eines der großzügigsten Stipendiensysteme in Europa, von dem nur wenige wissen. Die Studiengebühren an öffentlichen Universitäten betragen 0–4.000 EUR/Jahr (abhängig vom ISEE – einem Indikator für die finanzielle Situation), und die regionalen Agenturen für das Recht auf Studium (DSU. Diritto allo Studio Universitario) vergeben Stipendien, die Folgendes umfassen:
- Befreiung von Studiengebühren (vollständig oder teilweise)
- Stipendium für Lebenshaltungskosten: ca. 5.000–6.500 EUR/Jahr
- Unterkunft: kostenloser Platz im Studentenwohnheim oder Wohnkostenzuschuss
- Verpflegung: kostenlose oder vergünstigte Mahlzeiten in Universitätsmensen
Als EU-Bürger hast du vollen Anspruch auf diese Leistungen. Schlüssel-Dokument: Einkommensnachweis der Familie (beglaubigte Übersetzung), auf dessen Grundlage der ISEE-U (entspricht einer deutschen Vermögensauskunft) berechnet wird. Für Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen ist die Deckung erheblich.
Bocconi International Awards: Die Bocconi University in Mailand – eine der besten Business Schools in Europa – bietet leistungsbasierte Stipendien an, die bis zu 100% der Studiengebühren (13.854 EUR/Jahr) + reduzierte Wohnheimkosten abdecken. Kriterien: akademische Leistungen, SAT/ACT (falls du dich mit SAT bewirbst), Essay. Frist: in der Regel Januar–Februar.
Politecnico di Milano Scholarships: Eine der führenden technischen Universitäten in Europa, bietet Studiengebührenbefreiungen sowie den Diamond Grant (5.000 EUR + Laptop) für die besten Studierenden. Mehr über Italien in unserem Leitfaden.
Frankreich – Eiffel-Stipendium und Campus France
Frankreich zieht aktiv internationale Studierende an. Die Studiengebühren an öffentlichen Universitäten für EU-Studierende betragen lediglich 170 EUR/Jahr (Bachelor) oder 243 EUR/Jahr (Master), symbolisch.
Eiffel-Stipendium (Bourse d’Excellence Eiffel) – eines der prestigeträchtigsten französischen Stipendien, vergeben vom Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten. Für Masterstudierende: 1.181 EUR/Monat für 12–36 Monate + Flugtickets + Versicherung + Unterkunft. Für Doktoranden: 1.700 EUR/Monat. Bewerbung über die Universität (die Universität nominiert den Kandidaten, nicht der Student direkt). Nominierungsfrist: in der Regel Januar.
CROUS (Centre Régional des Oeuvres Universitaires): Ein System der Sozialhilfe, EU-Studierende können ein Stipendium auf sozialer Basis beantragen (Bourse sur critères sociaux, BCS). Beträge: 1.084–6.335 EUR/Jahr (abhängig vom Familieneinkommen). Zusätzlich: kostenlose Mahlzeiten in Mensen für 1 EUR, Zugang zu günstigen Studentenwohnheimen.
Sciences Po Scholarships: Sciences Po in Paris – eine der besten Universitäten für Politikwissenschaften weltweit, vergibt Stipendien, die bis zu 100% der Studiengebühren (ca. 14.500 EUR/Jahr) auf sozialer Basis abdecken. Für EU-Studierende ist die Bewerbung in den Zulassungsprozess integriert.
Schweiz – Swiss Government Excellence und ETH/EPFL
Die Schweiz ist nicht in der EU, aber als EU-/EFTA-Bürger hast du einen erleichterten Zugang zu den dortigen Universitäten. Die Studiengebühren sind überraschend niedrig: CHF 730/Semester an der ETH Zurich und CHF 780/Semester an der EPFL, das sind einige der besten technischen Universitäten der Welt zu einem unschlagbaren Preis.
Swiss Government Excellence Scholarships – ein Programm der Schweizer Regierung für ausländische Wissenschaftler und Künstler. Für Master- und Doktoratsstudierende: 1.920 CHF/Monat + Studiengebühren + Krankenversicherung + Flug. Bewerbung über die Schweizer Botschaft in Warschau. Frist: in der Regel August–November (für das nächste Jahr).
ETH Zurich Excellence Scholarship & Opportunity Programme (ESOP): Deckt Studiengebühren + 12.000 CHF/Semester für Lebenshaltungskosten ab. Für die besten Masterstudierenden. Voraussetzung: herausragende akademische Leistungen (Top 10% des Jahrgangs). Es lohnt sich auch, das ETH-D Scholarship zu prüfen (Zuschuss zu den Studiengebühren + 7.500 CHF/Semester).
EPFL Excellence Fellowships: Bis zu 32.000 CHF/Jahr für Masterstudien. Automatische Berücksichtigung bei der Studienbewerbung.
Mehr über das Studium in der Schweiz in unserem Leitfaden zu ETH und EPFL.
Spanien. IE University und universitäre Stipendien
Die Studiengebühren an öffentlichen Universitäten in Spanien für EU-Studierende betragen ca. 700–1.500 EUR/Jahr (Bachelor), was sie zu den günstigsten in Westeuropa macht.
IE University Scholarships (Madrid/Segovia): Die IE ist eine private Business School, bietet aber großzügige Stipendien an, die 25–100% der Studiengebühren (Studiengebühren: ca. 24.200 EUR/Jahr für den Bachelor) abdecken. Kriterien: akademische Leistungen, SAT/ACT, Führungspotenzial, Essay. IE Foundation Scholarship, Presidenta Scholarship, Women in Tech Scholarship.
Becas del Ministerio de Educación: Das spanische Bildungsministerium vergibt soziale Stipendien für EU-Studierende, die an öffentlichen Universitäten in Spanien studieren. Sie umfassen die Befreiung von Studiengebühren und einen Zuschuss für die Lebenshaltungskosten.
ESADE Scholarships: ESADE Business School in Barcelona – leistungsbasierte Stipendien, die 25–50% der Studiengebühren für BBA- und MSc-Programme abdecken. Mehr über Spanien in unserem Leitfaden.
Skandinavien, kostenloses Studium und Swedish Institute
Norwegen ist das einzige Land in Europa, in dem das Studium an öffentlichen Universitäten für alle kostenlos ist – unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Du zahlst lediglich eine halbjährliche Verwaltungsgebühr von ca. 300–600 NOK (30–60 EUR). Die Lebenshaltungskosten sind jedoch hoch: 10.000–12.000 NOK/Monat (ca. 900–1.100 EUR). Es lohnt sich, ein Stipendium bei Lånekassen (Norwegian State Educational Loan Fund) zu beantragen, dies ist jedoch hauptsächlich für Personen verfügbar, die in Norwegen arbeiten oder spezifische Wohnsitzkriterien erfüllen.
Schweden: Die Studiengebühren für EU-/EWR-Studierende betragen 0 SEK (kostenlos). Lebenshaltungskosten: ca. 8.500 SEK/Monat (ca. 750 EUR). Swedish Institute Scholarships – Stipendien für Masterstudien in Schweden, die Lebenshaltungskosten (10.000 SEK/Monat), Flug und Versicherung abdecken. Hauptsächlich für Länder außerhalb der EU gedacht, aber es lohnt sich, das aktuelle Angebot zu prüfen.
Dänemark: Studiengebühren für EU-Studierende: 0 DKK (kostenlos). Danish Government Scholarships und universitäre Studiengebührenbefreiungen sind für Studierende außerhalb der EU verfügbar. Für EU-Bürger ist entscheidend, dass die Möglichkeit besteht, bis zu 20 Stunden/Woche (Vollzeit im Sommer) zu arbeiten, was bei dänischen Sätzen (120–150 DKK/Stunde) eine erhebliche finanzielle Unterstützung darstellt.
Finnland: Seit 2017 gibt es Studiengebühren für Studierende außerhalb der EU – aber EU-Bürger studieren kostenlos. Die University of Helsinki, die Aalto University und andere führende finnische Universitäten erheben keine Studiengebühren von EU-Studierenden.
Irland, Belgien und andere
Irland: Government of Ireland International Education Scholarships, 10.000 EUR einmalig (Studiengebühren und Lebenshaltungskosten) für ein Jahr Bachelor- oder Masterstudium. Trinity College Dublin und University College Dublin bieten auch eigene leistungsbasierte Stipendien an.
Belgien: VLIR-UOS Scholarships – für Studierende aus Entwicklungsländern (gilt nicht direkt für EU-Bürger). Die KU Leuven Science@Leuven Scholarships bieten jedoch bis zu 10.000 EUR/Jahr für Masterstudien an. Die Studiengebühren an der KU Leuven für EU-Studierende: ca. 1.000 EUR/Jahr.
Tschechien: Ein Studium in tschechischer Sprache ist an öffentlichen Universitäten kostenlos (auch für Ausländer). Englischsprachige Programme: 2.000–10.000 EUR/Jahr. Die tschechische Regierung bietet Government Scholarships für ausländische Studierende an.
Studienkosten und Stipendien in Europa – Ländervergleich
Perspektive eines EU-Bürgers, Studienjahr 2025/2026
| Land | Studiengebühren (EU, Bachelor) | Lebenshaltungskosten (monatl.) | Flaggschiff-Stipendienprogramm | Stipendienhöhe | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 0 EUR | 800–1.200 EUR | DAAD Study Scholarships | 934 EUR/Monat | Mäßig |
| Norwegen | 0 EUR | 1.000–1.400 EUR | Lånekassen (Darlehen/Stipendium) | ca. 1.200 EUR/Monat | Eingeschränkt (Residenzanforderungen) |
| Niederlande | 2.314 EUR/Jahr | 900–1.300 EUR | TU Delft / UvA Excellence | bis zu 30.000 EUR/Jahr | Mäßig |
| Italien | 0–4.000 EUR/Jahr | 700–1.100 EUR | DSU + Bocconi Awards | 5.000–13.854 EUR/Jahr | Hoch (DSU sozial) |
| Frankreich | 170–243 EUR/Jahr | 800–1.400 EUR | Eiffel-Stipendium | 1.181 EUR/Monat | Niedrig (sehr wettbewerbsintensiv) |
| Schweiz | 730–1.560 CHF/Jahr | 1.500–2.200 CHF | ETH ESOP / Swiss Gov. | 12.000–24.000 CHF/Jahr | Niedrig (Top 10%) |
| UK | £20.000–£45.000/Jahr | £1.000–£1.500 | Chevening / Gates | Vollständige Deckung | Sehr niedrig (3–5%) |
| Spanien | 700–1.500 EUR/Jahr | 700–1.000 EUR | Becas MEC / IE Scholarships | 1.500–24.200 EUR/Jahr | Mäßig |
| Schweden | 0 SEK | 750–1.100 EUR | Swedish Institute (außerhalb der EU) | 10.000 SEK/Monat | Für EU-Bürger sind die niedrigen Studiengebühren der eigentliche Zuschuss |
| Belgien | ~1.000 EUR/Jahr | 800–1.100 EUR | KU Leuven Science@Leuven | bis zu 10.000 EUR/Jahr | Mäßig |
Quellen: Websites der Hochschulen und Bildungsministerien der jeweiligen Länder, DAAD, Nuffic, CROUS, DSU. Stand: Januar 2026. Die Lebenshaltungskosten sind geschätzte monatliche Beträge in größeren Städten.
Wie man sich für ein Stipendium bewirbt – Zeitplan und Strategie
Die Kenntnis der Stipendienprogramme ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist ein strategischer Ansatz für den Bewerbungsprozess. Im Folgenden stelle ich einen optimalen Zeitplan für Studierende vor, die planen, im Herbst 2027 ein Studium in Europa zu beginnen.
Zeitplan für Stipendienbewerbungen 2026/2027
Für Studierende, die ein Studium in Europa im Herbst 2027 beginnen möchten
Die Termine sind Richtwerte, überprüfen Sie die genauen Daten immer auf den Programm-Websites. Der Zeitplan bezieht sich auf Masterstudiengänge; für Bachelorstudiengänge können die Fristen um 1–3 Monate verschoben sein.
Strategie “Stipendienportfolio”
Der effektivste Ansatz ist, Stipendienbewerbungen wie ein Anlageportfolio zu behandeln. Du bewirbst dich nicht für ein Stipendium und wartest – du baust ein Portfolio auf:
- 2–3 „Traumstipendien“, hoch wettbewerbsintensiv (Chevening, Gates, Eiffel, ESOP). Chancen: 3–10%. Aber wenn du es bekommst – volle Deckung.
- 3–4 „realistische“ Stipendien, universitäre Leistungsstipendien, DAAD, Erasmus Mundus. Chancen: 10–30%. Decken Studiengebühren oder einen erheblichen Teil der Kosten ab.
- 2–3 „Sicherheitsnetz“ – Sozialstipendien (DSU in Italien, CROUS in Frankreich), Deutschlandstipendium, lokale Zuschüsse. Chancen: 30–60%. Decken einen Teil der Kosten ab, aber jeder Euro zählt.
- Kostenlose Studiengebühren, bewirb dich an Universitäten in Ländern, in denen die Studiengebühren 0 EUR betragen (Deutschland, Norwegen, Tschechien, Skandinavien). Das ist dein „Basisstipendium“ – selbst ohne zusätzlichen Zuschuss sparst du 10.000–40.000 EUR im Vergleich zum UK.
Dokumente, die du vorbereiten solltest
Unabhängig vom Programm benötigst du eine Reihe von Dokumenten. Bereite sie einmal vor und passe sie dann an die jeweiligen Bewerbungen an:
- Motivationsschreiben / Personal Statement (600–1.000 Wörter) – das wichtigste Dokument. Es muss die Frage beantworten: Warum dieses Programm, warum diese Universität, warum du. Konkrete Beispiele, keine Allgemeinplätze.
- Akademischer Lebenslauf (1–2 Seiten), Ausbildung, Erfolge, Erfahrungen, Veröffentlichungen (falls vorhanden), außerschulische Aktivitäten.
- Empfehlungsschreiben (2–3) – von Lehrern/Dozenten, die dich gut kennen. Gib ihnen mindestens 4 Wochen Zeit und liefere deinen Lebenslauf + Programmbeschreibung.
- Notenübersicht, offiziell, mit beglaubigter Übersetzung ins Englische (oder die Zielsprache).
- Sprachzertifikat – IELTS Academic (6.0–7.0), TOEFL iBT (80–100), Cambridge C1 Advanced. Abhängig von Universität und Land.
- Finanzdokumente (für Sozialstipendien), Einkommensnachweise der Familie, Steuererklärungen, beglaubigte Übersetzungen.
- Portfolio / Arbeitsprobe (einige Programme) – akademischer Essay, Forschungsprojekt, künstlerisches Portfolio.
Wie man einen Stipendien-Essay schreibt, der gewinnt
Ein Stipendien-Essay ist kein Bewerbungs-Essay für ein Studium, er hat ein anderes Ziel und eine andere Struktur. Während ein Personal Statement für das Studium die Frage „Wer bin ich?“ beantwortet, beantwortet ein Stipendien-Essay die Frage „Warum verdiene ich dieses Stipendium und was werde ich damit tun?“.
Struktur eines erfolgreichen Stipendien-Essays
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Aufhänger (1–2 Sätze) – eine konkrete Szene, ein Moment, ein Problem. Nicht „seit meiner Kindheit träumte ich von…“. Eher: „Im Juli 2025 stand ich um drei Uhr nachts im Labor der Technischen Universität Warschau, starrte auf Daten, die keinen Sinn ergaben, und da verstand ich, dass ich Werkzeuge brauchte, die ich in meinem Heimatland nicht erwerben kann.“
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Kontext und Motivation (3–4 Sätze) – warum genau dieses Programm? Was in deiner bisherigen Erfahrung hat dich auf dieses Studium vorbereitet? Sei präzise: Nenne den Professor, dessen Forschung du fortsetzen möchtest, den Kurs, der dich interessiert, das Forschungsprojekt.
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Plan (3–4 Sätze), was möchtest du während des Studiums erreichen? Welche Fähigkeiten erwerben? In welchem Projekt oder Labor möchtest du arbeiten? Das Stipendienkomitee möchte wissen, dass du einen Plan hast – du musst ihn nicht zu 100% umsetzen, aber du musst ihn haben.
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Rückkehr / Wirkung (2–3 Sätze), was wirst du nach dem Studium tun? Wie wirst du das erworbene Wissen nutzen? Viele staatliche Programme (Chevening, DAAD) legen Wert auf „giving back“ – einen Plan zur Rückkehr ins Heimatland oder zum Wissenstransfer.
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Abschluss (1–2 Sätze), verbinde den Aufhänger mit dem Plan. Schließe den narrativen Bogen.
Was zu vermeiden ist
- Allgemeinplätze: „Ein Studium im Ausland wird meinen Horizont erweitern“ – das sagt jeder. Sei konkret.
- Finanzielle Verzweiflung: „Ohne dieses Stipendium schaffe ich es nicht“, die Kommission ist keine Wohltätigkeitsorganisation. Zeige, was du einbringst.
- Liste der Erfolge: Das ist kein Lebenslauf – dafür hast du ein separates Dokument. Ein Essay ist eine Erzählung, kein Bericht.
- Schreiben, was die Kommission „hören will“: Falschheit kommt ans Licht. Sei authentisch.
5 Prinzipien für einen erfolgreichen Stipendien-Essay
Finanzplanung – wie man das Puzzle zusammensetzt
Ein Stipendium deckt selten 100% der Kosten ab. Ein cleverer Student kombiniert die Finanzierung aus mehreren Quellen – und Europa bietet dafür einzigartige Möglichkeiten.
Modell „kostenlose Studiengebühren + Arbeit + Zuschuss“
Das beliebteste Modell unter Studierenden aus der EU in Europa:
- Basis-Studiengebühren = 0 EUR, studiere in Deutschland, Norwegen, Tschechien, Schweden, Dänemark oder Finnland. Als EU-Bürger hast du kostenlose Studiengebühren an öffentlichen Universitäten.
- Erwerbstätigkeit – in den meisten EU-Ländern kannst du als EU-Bürger uneingeschränkt arbeiten. In Deutschland verdienen Studierende 520 EUR/Monat (Minijob steuerfrei). In Dänemark: 120–150 DKK/Stunde. In den Niederlanden: 13–16 EUR/Stunde. Dies deckt einen erheblichen Teil der Lebenshaltungskosten ab.
- Zuschuss für Lebenshaltungskosten. Deutschlandstipendium (300 EUR/Monat), DAAD (934 EUR/Monat), DSU in Italien (5.000–6.500 EUR/Jahr), CROUS in Frankreich (1.000–6.000 EUR/Jahr). Auch kleinere Zuschüsse machen einen Unterschied.
Wie viel brauchst du wirklich?
Hier sind ungefähre monatliche Budgets (Unterkunft + Essen + Transport + Persönliches) in beliebten Universitätsstädten:
- Berlin: 850–1.100 EUR/Monat (günstige Unterkunft: 400–550 EUR)
- Amsterdam: 1.000–1.400 EUR/Monat (Unterkunft: 500–800 EUR)
- Paris: 1.000–1.500 EUR/Monat (Unterkunft: 500–900 EUR, mit CAF/APL-Hilfe: 300–600 EUR)
- Mailand: 800–1.100 EUR/Monat (Unterkunft: 400–600 EUR)
- Stockholm: 900–1.200 EUR/Monat (Unterkunft: 400–700 EUR)
- Zürich: 1.500–2.200 CHF/Monat (Unterkunft: 600–900 CHF)
- London: 1.200–1.800 GBP/Monat (Unterkunft: 600–1.000 GBP)
- Madrid: 700–1.000 EUR/Monat (Unterkunft: 350–500 EUR)
Wichtiger Tipp: Beginne mit der Wohnungssuche mindestens 3–4 Monate vor deiner Ankunft. In Städten wie Amsterdam, München oder London ist der Markt extrem angespannt. Universitätswohnheime (falls verfügbar) sind immer die günstigste Option.
Zusätzliche Finanzierungsquellen
- DAAD (Nationale Agentur für Akademischen Austausch): Die Regierung bietet Stipendien für Studien und Forschung im Ausland an. Programm STER, Bekker-Programm, Ulam-Programm.
- Fulbright-Stiftung (für Studium im UK/Europa): Weniger bekannt ist, dass die Fulbright-Kommission auch die akademische Mobilität in Europa unterstützt.
- Private Stiftungen: Czartoryski-Stiftung, Batory-Stiftung, Lesław-Paga-Stiftung, jede bietet Bildungszuschüsse an.
- Bildungs-Crowdfunding: Plattformen wie GoFundMe oder Patronite – einige Studierende sammeln erfolgreich Geld für ihr Studium.
Drei Szenarien zur Studienfinanzierung in Europa
Beispielhafte Jahresbudgets eines EU-Bürgers (Bachelorstudium)
Die Szenarien sind beispielhaft, die tatsächlichen Beträge hängen vom Lebensstil, dem Standort der Unterkunft und der Verfügbarkeit des Stipendiums ab. Minijob und Deutschlandstipendium: nicht garantiert, erfordern eine Bewerbung.
College Council – wie wir bei Stipendien helfen
Der Bewerbungsprozess für ein Studium und Stipendien in Europa erfordert Strategie, Präzision und enorme Zeit. Viele hervorragende Bewerbungen scheitern nicht an mangelnder Qualifikation des Kandidaten, sondern an einem schlecht geschriebenen Essay, einer übersehenen Frist oder unvollständigen Unterlagen.
Bei College Council arbeiten wir seit Jahren mit Studierenden aus der EU zusammen und helfen ihnen, Plätze und Stipendien an Universitäten in ganz Europa zu erhalten, von der ETH Zurich und Bocconi über die niederländischen TU Delft und UvA bis hin zu den deutschen TU Munich und LMU. Unser Team kennt die Besonderheiten jedes Zulassungs- und Stipendiensystems, weil wir täglich damit arbeiten.
Was wir anbieten:
- Bewerbungsstrategie – Analyse deines Profils, Auswahl von Universitäten und Stipendienprogrammen, die dir die höchsten Chancen bieten. Du bewirbst dich nicht „blind“, du hast einen Plan.
- Essay-Redaktion – mehrstufige Arbeit am Motivationsschreiben und Personal Statement mit erfahrenen Mentoren. Wir helfen dir, deine Stimme zu finden und Erfahrungen in eine Erzählung zu verwandeln, die der Kommission im Gedächtnis bleibt.
- Vorbereitung auf Interviews, Simulationsgespräche (Chevening, Gates Cambridge, Erasmus Mundus). Du weißt, was dich erwartet und wie du reagieren musst.
- Dokumentenkoordination – wir achten auf Fristen, Checklisten, Übersetzungen. Nichts entgeht uns.
Möchtest du über deine Optionen sprechen? Vereinbare ein kostenloses Beratungsgespräch, wir analysieren dein Profil und sagen dir ehrlich, welche Chancen du hast und wo es sich lohnt, sich zu bewerben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zusammenfassung. Europa wartet, du musst nur zugreifen
Ein Studium in Europa ist kein Kompromiss – es ist eine strategische Wahl. Universitäten wie die ETH Zurich, Oxford, niederländische Forschungsuniversitäten oder die deutschen TU9 bieten Bildung auf absolutem Weltniveau, und das Stipendiensystem sowie die kostenlosen Studiengebühren in vielen Ländern machen dies finanziell auf eine Weise zugänglich, von der amerikanische Universitäten nur träumen können.
Als EU-Bürger hast du einen Vorteil, um den dich Studierende außerhalb Europas nur beneiden können: kostenlose Studiengebühren in einem Dutzend Ländern, Zugang zu Erasmus+-Programmen, das Recht, uneingeschränkt zu arbeiten, und Sozialsysteme, die wirklich helfen. Alles, was du brauchst, sind Informationen, Strategie und Entschlossenheit.
Beginne mit drei Schritten:
- Wähle 3–5 Länder aus, die dich interessieren, und überprüfe die Studiengebühren für EU-Bürger.
- Identifiziere 5–8 Stipendienprogramme, für die du dich bewerben kannst, nutze diesen Leitfaden als Karte.
- Lege den IELTS oder TOEFL ab – das ist dein Pass zu englischsprachigen Programmen in ganz Europa.
Wenn du Hilfe bei Bewerbungen und Essays benötigst, schreib uns. College Council hilft Studierenden aus der EU, Stipendien an den besten europäischen Universitäten zu erhalten. Das tun wir jeden Tag.
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